Musik
DAS ALBUM DER WOCHE
Kevin Costner macht Country

Kevin Costner und seine Band Modern West stürmen mit ihrem zweiten Album "Turn It On" die Plattenläden. Costner, der mit der Musik tanzt!
Schon 2007 hat Kevin Costner mit dem Album "Untold Truths" (unerzählte Wahrheiten) seine Liebe zum Singen gezeigt. Damit bewies er, dass er durchaus auch gesangliche Qualitäten aufzuweisen hat und nicht mit anderen Hollywood Schauspielern in eine Schublade zu stecken ist. Heute, drei Jahre später legt er mit seiner Band Modern West und dem Album "Turn it on" nach, in der Hoffnung nun auch den europäischen Markt zu erobern.

Die Mischung von Costners Musik besteht aus Rockmusik mit Country-Elementen. Während das erste Album noch recht ruhige und folklastige Töne anschlug, dominiert bei "Turn it on" eindeutig der Rock, ohne jedoch die Country Einflüsse zu kurz kommen zu lassen.

Für den Song "Let me be the One" hat Costner sich Verstärkung ins Boot geholt. Mit der amerikanischen Songwriterin Sara Beck singt der Schauspieler eine gefühlvolle Ballade.

Für die zweite Scheibe sind die Ansprüche deutlich gestiegen. Costner erzählt, dass er als Frontmann sehr kritisch gegenüber den Songs war und dass er ohne Rücksicht auf Eitelkeit nur die besten Stücke übernommen hat.

Wer sich live von der Band überzeugen möchte, kann das gerne tun. Noch bis Ende März touren Kevin Costner & Modern West durch Deutschland. Am 12.03. sind sie zum Beispiel im Kongress Zentrum in Hamburg (CCH).

Foreigner können es nicht lassen!

Zumindest, wenn es nach dem Titel der neuen CD geht, "Can't Slow Down", also "kann nicht ruhiger werden".
Foreigner sind in alter Frische zurück, allerdings nicht in alter Besetzung. Lou Gramm singt nicht mehr für die Band, der neue Frontmann heißt Kelly Hansen und ist seit 2005 dabei.

"Can't Slow Down" ist das erste Studio-Album seit gut 15 Jahren von Foreigner. Die erste Single aus dem Album heißt "When It Comes To Love", die es in den US-Charts bis auf Platz 19 geschafft hat. Wie dieser Song sind auch alle anderen Lieder auf der aktuellen Scheibe brandneu. Ebenso neu sind die Klänge, die Foreigner in ihrem neuesten Machwerk anschlagen - perfekt abgemischter, melodischer und rockiger Pop, der mal sanfter, mal härter daherkommt.

Einer der verantwortlichen Produzenten ist übrigens Mark Ronson, Stiefsohn von Foreigner-Gitarrist Mick. Er ist bereits mit einem Grammy (als Produzent des Jahres 2008) und einem BritAward (Bester männlicher Solokünstler 2008) ausgezeichnet worden.

Das sind gute Vorraussetzungen, um an die Erfolge der 80er ("Urgent", "Jukebox Hero", "I Want To Know What Love Is") neu anzuknüpfen. Ob das gelingt, steht noch aus.

Wer sich selbst davon überzeugen will - am 17. April sind Foreigner mit den neuen Songs und dem neuen Sänger in der Colorline Arena in Hamburg.


Ringo Starr sagt ''Y not''

Der Ex-Beatle hat mit seinem neuen Album "Y not", zwei Jahre nach der letzten Scheibe, das 15. Soloalbum raus gebracht.

Bei "Y not" hat Ringo Starr nichts dem Zufall überlassen und sich dieses Mal selbst produziert. Auf die Frage wie er endlich den perfekten Produzenten für seine Arbeit fand, sagte er:
"Nun, ich sah in den Spiegel, und an dem Tag sah ich besonders groovy aus".

Bei "Y not" hat Ringo Starr nichts dem Zufall überlassen und sich dieses Mal selbst produziert. Auf die Frage wie er endlich den perfekten Produzenten für seine Arbeit fand, sagte er: "Nun, ich sah in den Spiegel, und an dem Tag sah ich besonders groovy aus".

Das "Y" wird im Englischen (weil es gleich ausgesprochen wird) als Kurzform für "why" genutzt, das Album heißt also im übertragenen Sinn "Why not" - "Warum nicht".

Der 69-jährige arbeitete beim Album mit einigen alten Freunden und jüngeren Kollegen von sich zusammen. Mit dabei, sein Schwager Joe Walsh (Eagles), Dave Stewart und Benmont Tench Keyboarder von Tom Petty and the Heartbreakers. Als Gastsänger sind zum Beispiel Joss Stone ("Super Duper Love", "You Had Me") und Richard Marx dabei.

Die bedeutendste Zusammenarbeit auf "Y Not" ist aber die mit Ex-Beatle-Kollege Paul McCartney, der Bass im Titel "Peace Dream" spielt, und außerdem mit Starr den Song „Walk with You“ zusammen gesungen hat. Der Song kam bereits 2009 als erste Singleauskopplung raus.

Musikalisch legt sich Ringo Starr nicht auf eine Stilrichtung fest. Einige Songs haben den Beatles-Klang, andere gehen in Richtung Blues-Rock oder Folk - in jedem Fall zeigt Starr seine gesamte Bandbreite.


UB 40 mit Liebe zur Arbeit

Die elfköpfige Band aus Brimingham, England, liefert den vierten Teil zu ihrer Alben-Serie rund um Musikklassiker im Reggae-Sound.

12 Jahre nach dem letzten "Labour Of Love" Album sind UB 40 mit "Labour Of Love IV" zurück.
Wie bei den drei Vorgängern geht es der Band bei der CD darum „die Liebe zur Raggae-Musik zu zeigen und damit zu begeistern“.

Auf dem Album finden sich Reggae-Versionen von Klassikern, viele aus der Feder von Soul-Legenden, wie Smokey Robinson ("Tracks Of My Tears") oder Sam Cooke ("Bring It On Home To Me").

Eine Veränderung, die mit „Labour Of Love IV“ kommt, ist der neue Sänger. Der alte, Ali Campbell wurde ersetzt. Und zwar durch seinen Bruder Duncan Campbell, der eigentlich seit Beginn an (1978) dabei sein sollte, aber damals noch nicht dazu bereit war.

Die - wieder - elfköpfige Band aus Brimingham, England, sorgt erneut für Klassiker in neuem Gewand.
Sade nach 10 Jahren zurück!

Mit ihrem neuen Album "Soldier Of Love" hat die geborene Nigerianerin, samt Band, die Schaffenspause beendet.
Die CD "Soldier Of Love" - also "Soldat der Liebe" - hat eine ganze Dekade an Vorbereitung gebraucht. Das ist allerdings nichts Ungewöhnliches für die Band, denn auch das Vorgänger-Album hat immerhin 8 Jahre in Anspruch genommen.

Nach eigener Aussage hat die Band das Ziel "sich nie zu wiederholen, was eine immer interessantere Herausforderung für uns ist, je länger wir zusammenarbeiten."

Sängerin Sade Adu, Gitarrist Stuart Matthew, Bassist Paul Spencer Denman und Keyboarder Andrew Hale bleiben nach 10 Jahren dennoch der alten Linie treu. Sades rauchige Stimme und die von Soul, Jazz und Blues geprägte Musik - so kennt man "Sade".

An die "Jetzt-Zeit" angepasst, sind die Songs teils, sehr dezent, mit Hip-Hop-Rhythmen unterlegt. Das heißt aber nicht, dass es wild wird auf der CD - "Sade" sind Experten für die leisen Töne. Das Hauptthema ist daher auch die Liebe und der Kampf dafür.

Wer Sade-Fan ist, wird es bleiben und für die Freunde der Kuschel-Musik ist "Soldier Of Love" ein guter Tipp.
Hören Sie jetzt ins Album der Woche rein:


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