Fußball gucken auf der Couch vorm eigenen Fernseher macht zwar auch Spaß, aber so richtige Stadionatomsphäre kommt dabei nicht auf. Die Lösung für alle, die aus der Europameisterschaft ein richtiges Fußballfest machen wollen, ist deshalb Public Viewing.
Seit dem Sommermärchen 2006 gehört diese Art des Fußballguckens zu jedem großen Turnier dazu. Damit Sie wissen, wo im Norden die angesagten Fanfeste steigen, haben wir eine Karte mit den wichtigsten Informationen zusammengestellt.
EM 2012: Public-Viewing im Norden auf einer größeren Karte anzeigen
Karte: Fabian Schröder/REGIOCAST/Google Maps
Was macht Public Viewing eigentlich so besonders?
Zu Hause hat man doch alles, sagt sich der eine oder andere Fan konservativer Fußballunterhaltung. Fernseher, Grill, ein voller Kühlschrank - fertig ist das private Fußballfest. Nur wird es ein bisschen eng in der 50-Quadratmeter-Wohnung, will man zusammen mit Tausend anderen die deutschen Tore wie im Stadion bejubeln. Sie glauben nicht an den Public-Viewing-Effekt? Dann werfen Sie einen Blick in die Bildergalerie und schauen sich Fotos von Fanfesten der letzten Jahre an.
Public Viewing: Phänomen seit 2006
Was bedeutet Public Viewing und wie wird es eigentlich ausgesprochen?
Scheinbar stammt der Begriff Public Viewing aus dem Englischen. Wohl gemerkt "scheinbar". Denn sagen Sie einem englischsprachigen Menschen, dass Sie zu einem Public Viewing gehen, spricht er Ihnen unter Umständen sein Beileid aus und wundert sich, warum Sie in Fankleidung zu einer Beerdigung gehen wollen. Im Englischen heißt Public Viewing schließlich so viel wie öffentliche Leichenschau. Sprachwissenschaftlich ausgedrückt, handelt es sich bei dem Begriff also um ein Lehnwort.
Für die nicht so versierten Englischsprecher unter uns kann das Wort Public Viewing zu einem echten Zungenbrecher werden. Lautschriftlich wird es so geschrieben: 'pʌblɪk 'vju:ɪŋ. Frei von Hieroglyphen bedeutet das so viel wie: pablick fjuing. Wer mit beiden Varianten nichts anfangen kann, dem hilft vielleicht ein Blick in den Duden. Dort gibt es seit 2011 ein Synonym für das Wort. Es lautet schlicht: Rudelgucken. (fs)






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